• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Die Mayener Jugendfeuerwehr, am 1. Januar 1986 gegründet, feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Grund genug, die Feierlichkeiten mit dem „Tag der Jugend“ im Rahmen der 725-Jahr-Feier der Stadt Mayen im Festzelt auf dem Marktplatz zu kombinieren.

Rolf Schäfer, ehrenamtlicher Beigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, ging in seiner emotionalen Laudatio auf die Rolle der Feuerwehr im Allgemeinen und auf die Rolle der Jugendfeuerwehr im Speziellen ein.

„725 Jahre Stadt Mayen, 30 Jahre Jugendfeuerwehr: Was haben diese Jubiläen miteinander zu tun? Das ist einfach gesagt. Die Stadt Mayen könnte ganz sicher nicht auf eine blühende Geschichte zurückblicken, wenn es das ehrenamtliche Engagement nicht geben würde. Das facettenreiche Ehrenamt trägt und trug seit jeher in besonderer Weise das Gemeinwesen. Das gilt für Mayen wie für den Landkreis oder das Land insgesamt“, verdeutlichte Schäfer. „Die Feuerwehren haben beim Ehrenamt einen ganz besonderen Stellenwert, und das hier in Mayen seit 1883. Sie gehen für unsere Gesellschaft im wahrsten Sinn des Wortes durchs Feuer.“

Den Wandel der Zeit beleuchtete der Kreisbeigeordnete ebenfalls. Vor 100 Jahren seien es Brände gewesen, die die Feuerwehren in besonderer Weise gefordert hätten. Heute seien die Wehren hochtechnisierte Hilfsdienstleiter, die ein breites Spektrum an Hilfsdiensten leisten und sich im Bedarfsfall nicht scheuen, ihre Gesundheit und vielleicht sogar ihr Leben zu riskieren. „Das ist alle Anerkennung wert“, so Schäfer weiter.

Im Gegensatz zu anderen Organisationen hat die Feuerwehr etwas weniger Sorgen mit dem Nachwuchs. Warum das so ist? Die Antwort lieferte Schäfer persönlich: „Natürlich werden diese Feuerwehr-Gene vererbt. Ich blicke hier in viele bekannte Gesichter. Es kommt nicht von ungefähr, dass eine Mitgliedschaft in der Wehr sehr oft auch Familientradition ist. Vielleicht wird das Interesse an der Feuerwehr aber auch durch die besonderen Herausforderungen geweckt, die mit einem Engagement in der Feuerwehr verbunden sind. Hilfsbereitschaft, Teamgeist und Disziplin: Das wird in der Jugendfeuerwehr vermittelt. Und diese Werte kennzeichnen das Engagement in der Wehr.“ In Mayen stellen sich 15 Jungen und drei Mädchen in diesen Dienst. Erfreulicherweise sei zu erwarten, blickte Schäfer schon ein wenig voraus, dass viele später für den aktiven Dienst verpflichtet werden können.

Schäfer vertrat bei der Veranstaltung im Festzelt Landrat Dr. Alexander Saftig, Martina Luig-Kaspari sprang als Beigeordnete der Stadt Mayen für Oberbürgermeister Wolfgang Treis als Rednerin in die Bresche. „Die Feuerwehr nimmt einen ganz wichtigen Teil in der städtischen Gemeinschaft ein. Sie hat auch diesen Tag heute hier professionell gestaltet“, erklärte Luig-Kaspari. „Wichtig ist aber auch, dass sie die Zukunft im Blick hat. Und dafür ist die Jugendfeuerwehr der beste Beweis.“

Es sei etwas ganz Besonderes, wenn jemand schon in diesem Alter Verantwortung übernehme. Das dürfe nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. „Hier geht es auch um das soziale Miteinander“, so Luig-Kaspari weiter.

„Die Jugendfeuerwehr sorgt für geordnete Strukturen und sichert unsere Schlagkraft.

Sie ist unverzichtbar für die Gemeinschaft und unsere schöne Stadt.“

(Quelle und Fotos: Blick Aktuell, Ausgabe Mayen/Vordereifel vom 13.09.2016)

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