• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Jahreshauptversammlung - Mayener Feuerwehrer bewältigtet 273 Einsätze alleine im Jahre 2016

„Es ist nicht immer leicht, insgesamt 261 Floriansjünger, 160 des Löschzugs der Kernstadt, 44 des Löschzugs Hausen, 42 des Löschzugs Kürrenberg und 15 des Löschzugs Nitztal), ehrenamtliche freie Menschen, ob Damen oder Herren, zu leiten, zu lenken und zu führen, aber für mich ist jeder mit seinen Leistungen auf seinem Platz von ungeheurer Wichtigkeit“, so Wehrleiter Andreas Faber in seiner exzellenten Ansprache mit detaillierten Ausführungen bei der Eröffnung der Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mayen am vergangenen Samstag in der „Eventhalle 129“ nach einer stimmungsvollen musikalischen Einleitung durch den feuerwehreigenen Musikzug unter Bernd Schmitz. Faber zeigte sich stolz, so viele Ehrengäste begrüßen zu können.

Dies zeige ihm den Stellenwert der Feuerwehr innerhalb der Gesellschaft. Der Spitzenmann bedankte sich bei allen für die immerwährende konstruktive Zusammenarbeit.

Unvergessen bei der Totenehrung die beiden engagierten und beliebten verstorbenen Kameraden Heinz Weiler und Rudolf Görgen. Aber man gedachte auch in Würde den beim BASF-Brand ums Leben gekommenen Kameraden sowie den Toten bei den terroristischen Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz. Zu ihren Ehren intonierten die Musiker „Ich hat einen Kameraden“. Volles Haus in der Halle 129, mit vielen Frauen und Männern in Blau bestückt, zu denen auch die Abordnungen der Stadtteil-Wehren und viele Ehrengäste – darunter Kreisbeigeodneter Rudi Zenz, Bürgermeister Rolf Schumacher, die Beigeordnete Martina Luig-Kaspari, städtische Bereichsleiter, hochrangige Feuerwehrer, Xaver Weig, die Fraktionsvorsitzenden sowie Damen und Herren des Stadtrates, Ehrenmitglieder, Ortsvorsteher der Stadtteile und DRK-Vertreter – gehörten.

Kernpunkt der Veranstaltung war, nach der Genehmigung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung, der von Geschäftsführer Christoph Buttner vorgetragene 133. Geschäftsbericht 2016. Hierbei wurden einmal die ganzen Ausmaße dessen, was eine Feuerwehr zu leisten vermag, deutlich.

In den akribisch genau von Christoph Buttner verzeichneten 273 Einsätzen ging es um Brandeinsätze, Abwehr von Brandgefahren, Verkehrsunfälle, Kellerbrand, Personenschäden, ausgelaufene Flüssigkeiten, Bomben-Entschärfung und viele verschiedenen weitere Hilfeleistungen. Einen Einsatz der Feuerwehr gab es sogar durch den ausgelösten Alarm einer aggressiven Rabenkrähe auf einem Mayener Schulgelände. Hierbei sind die regelmäßig durchgeführten Übungen und die Ausbildungsveranstaltungen für die Floriansjünger wichtig zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft. Auch die imposanten und realistischen Jahresabschlussübungen sind zu erwähnen. Darum wird in Mayen großer Wert auf die richtige Ausbildung gelegt. Denn das Spektrum der Leistungen einer Wehr wird immer größer, somit auch die Anforderungen. Aber auch Organisation und Verwaltung müssen stimmen. Konzeptpläne erstellen, Anschaffungen durchführen.

Der Jahresbericht der Jugendfeuerwehr im Löschzug Kernstadt ließen den Spaß und das Engagement der jungen Menschen, die als Nachwuchs im Sinne des hehren Gedankens „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ mit ihren Ausbildern bereit stehen, erkennen. Nach dem intonierten „König Ludwig Marsch“ referierte der „Chef der Wehr“, Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis. Er zeigte sich stolz über die Leistungen „seiner Mayener Floriansjünger“, besonders über die hervorragende Führung von Andreas Faber und seine Stellvertreter Thomas Velten und Uli Walsdorf. „Hier ist ehrenamtlich Vieles geleistet worden, von dem auch manche Berufsfeuerwehrer noch Einiges lernen könnten. Feuerwehr ist eben mehr geworden, als das Wort sagt: Sie ist auch in vielen Fällen Notfallhilfe für Leib und Leben“, so der OB und er erinnerte nochmals an die Großeinsätze beim Hochwasser Anfang Juni.

„Ohne euch wäre dies niemals zu bewältigen gewesen. Es ist uns ein Anliegen, diese hohe Bereitschaft zu unterstützen, wo immer es uns möglich ist“. Großer Dank des Stadtchefs ging auch an Judith Ellner und Frank Gondorf für die Durchführung der Veranstaltung in ihrer Halle. Der Kreisbeigeorgnete Rudi Zenz drückte in seinem Grußwort den Dank und die hohe Anerkennung seitens des Landkreises aus.

Wertschätzung für geleistete Arbeit und langjährige Mitgliedschaft drückten die Verantwortlichen durch hohe Ehrungen, Ernennungen und Beförderungen verdienter Feuerwehrpersönlichkeiten aus. So erhielt Sierk Stern das Feuerwehrehrenzeichen am Bande in Silber, Heinz Ulrich Walsdorf das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber, Günter Scheuls das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold, und Hans Peter Wilhelmy das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Bronze. Geehrt mit dem Leistungsabzeichen für Wiederholer wurden Daniela Stern und Jörg Kohns für zehnmaliges Wiederholen sowie Sierk Stern, Jan Oliver Reiff und Christoph Buttner für dreimaliges. Eine Ehrung für 25 Jahre erhielten Tobias Dillmann und Jasmin Klöppel, und für 40 Jahre Horst Helmes und Günther Scheuls. Letzterer wurde auch verabschiedet. Ernennungen gab es für Peter Kaliszan zum Zugführer des Löschzuges Kürrenberg sowie Stephan Ackermann zum stellvertretenden Jugendwart des Löschzuges Kernstadt. Befördert wurden: Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann Marcel Walsdorf und Julian Herkenrath. Vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann: Patrik Müller (Nachholung aus 2016), Christian Braun, Matthias Herkenrath, Stephan Ackermann und Jan Oliver Reiff. Vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister: Jürgen Zöllner (Nachholung aus 2016) und Sven Windheuser. Vom Löschmeister zum Oberlöschmeister: Dirk Wilhelmi und Jörg Kohns. Vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister: Thorsten Zündorf.

Verpflichtungen gab es bei Kevin Mohr, Maximilian Weber, Philip Spurzem und Steven Fischer. Alles Menschen, die wieder viele Stunden ihrer wertvollen Freizeit für den Dienst am Gemeinwohl opfern werden. Sie werden wieder Leib und Leben den Gefahren aussetzen, um das Leben anderer zu retten, um das Eigentum anderer zu schützen oder um weitere Gefahren abzuwehren. Das sind Idealisten, deren Arbeit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Daran sollten die Bürgerinnen und Bürger, aber vor allen Dingen auch die Verantwortlichen denken. Jedenfalls ist festzustellen: Die Floriansjünger entwickeln das berühmte „Wir-Gefühl“. „Wir, die Feuerwehr Mayen“. Und diese Einstellung ist für eine solche Gemeinschaft sehr wichtig.

Und da passt auch eine Passage aus dem Bericht des Kameraden Christoph Büttner, in dem er Altbundeskanzler Helmut Schmidt zitiert: „Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl – Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener“: Damit ist eigentlich alles gesagt.

(Quelle: Blick-Aktuell, Ausgabe Mayen-Vordereifel vom 17.01.2017, Bilder: Bernd Schmitz)

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