• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Zu einem außergewöhnlichen Einsatz im städtischen Klärwerk nahe dem Werksgelände der Firma Weig mussten am vergangenen Samstag die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken.

Außergewöhnlich deshalb, weil die dort vorgefundene und von Oberbrandmeister Sierk Stern ausgearbeitete Brand- und Gefährdungslage in der Realität kaum gleichzeitig zutreffen würde. Ein Gefahrstoffunfall und ein gleichzeitiger Brand an anderer Stelle sah die diesjährige Abschlussübung nur deshalb vor, damit auch alle Feuerwehrleute – etwa 65 Aktive - der Löschzüge Kernstadt, Hausen, Kürrenberg und Nitztal gleichzeitig teilnehmen konnten. Mit einer Abschlussübung beendet die Feuerwehr alljährlich ihr Übungsjahr im Außenbereich. Aus- und Fortbildung gehen jedoch auch im Winterhalbjahr weiter mit dann so „trockenen“ Themen wie beispielsweise Unfallverhütung und vielem anderen mehr. Üblicherweise ist die Abschlussübung auch immer ein geeigneter Zeitpunkt für die städtische Politik, die Verwaltung sowie Angehörigen und Gästen, sich die Fähigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr zeigen zu lassen und mit den Ehrenamtlern ins persönliche Gespräch zu kommen über ihre Sorgen, Nöte und Wünsche.

Pünktlich um 16 Uhr – einem Zeitpunkt zu dem sich viele Menschen auf einen gemütlichen Samstagabend vorbereiten - wurde für die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, den hauptamtlichen Kräften des Deutschen Roten Kreuzes sowie seinen mit ehrenamtlichen Kräften besetzten schnellen Einsatzgruppen aus Mayen und Ettringen Übungsalarm ausgelöst. Bei Wartungsarbeiten im Klärwerk war ein unbekannter Stoff ausgetreten und dabei ein Wartungsmonteur verletzt worden. Nur wenige Minuten später fuhren auf das Gelände des Klärwerks die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr, auf dem Sekunden nach deren Stopp zig Kräfte im Schutzanzug und mit Helm versehen umher wuselten. Das scheinbar unkontrollierte Vorgehen wurde den zahlreichen der Übung beiwohnenden Gästen – darunter auch Stadtwerke-Geschäftsführer und Abwasser-Werkleiter Heinz Stoll - mittels Megaphon von Heinz Engels erläutert. Der heute der Alters- und Ehrenabteilung angehörige Engels war in seiner aktiven Zeit lange Jahre Geschäftsführer der Wehr und daher für eine solche Aufgabe prädestiniert. Zur Rettung von Personen und zum Messen von Schadstoffen wurden zügig Kräfte mit intensiver Unterstützung von vielen weiteren Kräften in orangefarbene Schutzanzüge gekleidet und mit Atemschutz versehen. Die Farbe der Anzüge deutete auf etwas weniger gefährliche, der heimischen Wehr in ihrem Ausrückbereich hinterlegte und deshalb bekannte Stoffe hin, als die grünen Schutzanzüge vom Gefahrstoffzug des Landkreises Mayen-Koblenz, der in diesem Falle nicht hinzu gezogen werden musste. Noch schnell bevor der zweite Alarm ausgelöst wurde konnten erste Verletzte an die Notfallsanitäter zur weiteren Versorgung übergeben werden. Diese waren inzwischen über den Triaccaweg eingetroffen, um die enge Zufahrt zum Gelände des Klärwerks über die Cederwaldstraße nicht noch zusätzlich mit Fahrzeugen zu belasten. Zusammen mit weiteren alarmierten Fahrzeugen traf auch die große Drehleiter am Brandort ein und wurde zügig in Position gebracht. Die bereits hergestellte Wasserversorgung aus der Nette diente zum Kühlen und Löschen des Brandherdes Faultürme. Irgendwann wurde die Übung auf Weisung von Wehrleiter Andreas Faber beendet und das große Aufräumen begann. Die Gäste machten sich währenddessen auf den Weg zum Feuerwehrdepot, in dem der gemütliche Teil des Tages stattfinden sollte.

Auf die sich im Anschluss der Übung nach und nach im Feuerwehrdepot einfindenden Feuerwehrleute warteten neben bereit gestellten Getränken nur noch kurze Ansprachen des Wehrleiters, des Kreisfeuerwehrinspekteurs und ihres obersten Chefs Oberbürgermeister Treis bis zu einem stärkenden Abendessen. Wehrleiter Andreas Faber nannte nach der Begrüßung der Gäste eine bemerkenswerte Zahl: Bis zum 13. September habe die Wehr 189 Einsätze geleistet mit 2.178 ehrenamtlich geleisteten Einsatzstunden. Hinzu kommen die Stunden an Ausbildung und Gerätepflege. Abschließend bedankte sich der Wehrleiter nochmals bei Oberbrandmeister Sierk Stern für die Ausarbeitung der Abschlussübung und wies auf die bevorstehende Großveranstaltung Lukasmarkt hin. Das dazu gehörige Sicherheitskonzept sei mit allen Beteiligten abgesprochen und man hoffe jetzt, dass es keine Anwendung finden müsse. Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell beeindruckte seinem Grußwort zufolge das ausgearbeitete Szenario der Übung und wie die Feuerwehrkameraden das benötigte Material über die enge Zufahrt an den Einsatzort gebracht hätten. Ein besonderer Gruß des Inspekteurs galt den „Verletzten“, die wie schon in vielen Jahren vorher von der Jugendfeuerwehr gestellt wurden. Abschließend dankte der Kreisfeuerwehrinspekteur den politischen Kräften, die die Ausstattung für die Feuerwehren bereitstellen, damit diese der Bevölkerung im Notfall helfen kann. Am Mittwoch hat der Mayener Stadtrat dazu wieder die herausragende Möglichkeit, wenn es um die Bestellung der langersehnten neuen Drehleiter geht, die die Feuerwehr schon seit Jahren fordert und die sie jetzt im Spätherbst aller Voraussicht nach in Empfang nehmen darf. Oberbürgermeister Treis, Kraft seines Amtes oberster Chef der Feuerwehr zeigte sich besonders erfreut darüber, dass 35 Jugendliche aus der Stadt sich der Feuerwehr angeschlossen hätten. Die Mayener Wehr habe damit nicht die an vielen anderen Orten beklagten Nachwuchssorgen.

(Quelle: Blick Aktuell, Mayen-Vordereifel, Ausgabe vom 25.09.2018, Bilder Wilfried Eckert)

 

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 17/12/2018 - 05:34 Uhr

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