• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Nur fünf Feuerwehren gibt es in Rheinland-Pfalz, die wie die Mayener zwei musiktreibende Züge in ihren Reihen haben. Hatte im Jahr 2011 bereits der Musikzug sein 125-jähriges Bestehen gefeiert, so stand dieses Jubiläum in diesem Jahr für den Spielmannszug an.

Ein so schöner Geburtstag musste natürlich gebührend gefeiert werden. Die Feierlichkeiten hatten bereits am Donnerstag mit einem Tanz in den Mai im Feuerwehrhaus begonnen, setzten sich am Samstag mit einem feierlichen Kommers fort und klangen am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür aus. Eröffnet wurde der feierliche Abend, durch den ehemaligen langjährige und daher kenntnisreiche Geschäftsführer Heinz Engels. Er führte - wie könnte es anders sein - mit einem Musikstück des Spielmannszuges, der dazu „Mein Regiment“ gewählt hatte, ein bekanntes Werk des deutschen „Marschkönigs“ Hermann Ludwig Blankenburg auf. Aufgrund seines Amtes als Wehrleiter hatte Andreas Faber „die besondere Ehre“, die zahlreichen Festgäste zu begrüßen, darunter den Kreisbeigeordnete Rolf Schäfer als Vertreter des Landrats, Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell, Landesmusikstabführer Claus Behner und allen voran Oberbürgermeister Treis als Chef der gesamten Wehr inklusive ihrer musiktreibenden Züge sowie als Schirmherrn der Veranstaltung und Festredner. „Einen besonderen Menschen möchte ich zum Schluss begrüßen, den Mann der 35 Jahre lang diesen Spielmannszug geleitet hat, unseren Peter Reuter“ so der Wehrleiter „herzlich willkommen lieber Peter!“ Stolz wies Wehrleiter Faber im weiteren Verlauf seiner Begrüßung darauf hin, dass es wohl bundesweit lediglich einen älteren Spielmannszug in den Reihen der Feuerwehr gibt. „Wenn ein Verein alt werden will, muss er jung bleiben“ schloss Andreas Faber seine Begrüßung verbunden mit dem Wunsch, dass weiterhin eine so harmonische und kameradschaftliche Verbindung zur aktiven Wehr bestehen bleibt. Oberbürgermeister Treis hielt sich in seinen Worten nicht lange mit der geschichtlichen Entwicklung des Spielmannszuges auf, weil das Verlesen einer kurzen Chronik ohnehin auf dem Plan stand und bewertete aus verschiedenen Blickwinkeln die Beiträge, die der Zug in der Stadtgeschichte geleistet hat. Auch Herr Treis kam nicht umhin, innerhalb kürzester Zeit auf den Namen Reuter im Zusammenhang mit dem Spielmannszug zu stoßen. 35 Jahre lang hatte Peter Reuter die Leitung des Zuges inne bevor er 2011 den Stab an Hans Attendorn als würdigen Nachfolger übergab. Abschließend hatte Herr Treis noch die frohe Botschaft zu verkünden, dass das Engagement des Zuges nicht nur von der Stadt gewürdigt wird sondern in Kürze auch von der EVM. Im Rahmen ihrer Aktion „Ehrensache“ wird der Spielmannszug zum Ende des Monats mit einer beachtlichen Spende rechnen können. „Doch nicht nur diese freudige Vorankündigung habe ich im Gepäck, sondern auch ein Präsent“ versicherte der Stadtchef, packte zwei Paradetrommeln aus und überreichte sie einem strahlenden Stabführer. Wehrleiter Faber gesellte sich dazu mit einem Satz hochwertiger T-Shirts für den Zug mit dem Wappen der Stadt und dem Schriftzug „Spielmannszug Feuerwehr Stadt Mayen“. Nach der Geschenkübergabe verlas Moderator Engels eine Kurzchronik des Spielmannszuges und rief Stabführer Attendorn und seinen Vorgänger Peter Reiter dazu auf, die vielfach aus Fragmenten und mündlichen Überlieferungen bestehende Chronik neu zu schreiben.

Nach dem Grußwort von Stabführer Hans Attendorn folgte ein ganz besonderer Höhepunkt des Abends: Peter Reuter, der den Spielmannszug 35 Jahre geleitet hatte, wurde zum Ehrentambourmajor ernannt. „Weil die Wände in Peters Wohnung schon voller Urkunden und Ehrungen hängen“ verkündete Herr Attendorn „haben wir auf eine weitere Urkunde verzichtet und eine andere Form gewählt.“ Sichtlich gerührt nahm Herr Reuter eine Glasschale mit Gravur von seinem langjährigen Wegbegleiter Hans Attendorn in Empfang, der zugleich den Wunsch als „Geburtstagskind“ äußerte, Peter möge den Zug bei dem von ihm oft gehörten „Liebe, Locke, Waidmannsheil“ befehligen, wobei Locke für den Lockmarsch steht als Übergang von einem Musikstück auf ein weiteres. Der frisch gekürte Ehrentambourmajor bewies dabei eindrucksvoll, dass er in den vergangenen Jahren nichts verlernt hat. Grußworte und weitere Geschenke hatten danach parat Kreisbeigeordneter Rolf Schäfer, Landesstabführer Claus Behner, der zuletzt zur Ehrung des Musikzuges in Mayen war, Heinz Roeder von der Seniorenabteilung der Wehr sowie Alte Große Präsident Christoph Schwab und Brudermeister Jürgen Kreusch von der St. Sebastianus Schützengesellschaft. Das Ende des offiziellen Teils des Abends bildete genau wie eingangs ein Musikstück des Spielmannszuges. Unter starker gesanglicher Anteilnahme der Gäste befehligte Ehrentambourmajor Peter Reuter den Zug zum Mayener Jung. Im Anschluss gab es Musik und Tanz mit Guido & Guido bis in die frühen Morgenstunden

(Quelle und Fotos: Blick aktuell - Mayen / Vordereifel Nr. 19/2015)

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