• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Nachdem am Samstag der festliche Kommers zum 125-jährigen Bestehen des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr abgehalten worden war, waren am Sonntag bereits um 7 Uhr 35 Kameraden am Feuerwehrhaus in der Gerberstraße, um Aufräum- und Aufbauarbeiten zu leisten für den Tag der offenen Tür, mit dem die Jubiläumsfeierlichkeiten fortgesetzt werden sollten.

Nach einer Wort-Gottes-Feier und einigen Worten des obersten Feuerwehrchefs Oberbürgermeister Treis sowie Rolf Schäfer als Stellvertreter des Landrats nutzte Wehrleiter Andreas Faber die Veranstaltung auch, um die offizielle Eröffnung des Sommerhalbjahres der Wehr zu verkünden und den umfangreichen Terminplan des Jahres 2015 vorzustellen. Traditionell werden Feste und Feierlichkeiten bei den oft sehr gefährlichen Einsätzen der Feuerwehr mit dem Besuch eines Gottesdienstes begangen. Die Wort-Gottes-Feier anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten fand direkt im dazu hergerichteten Feuerwehrdepot statt und wurde von Diakon Winfried Stadtfeld gehalten in seiner unnachahmlich sympathischen Art. Es wurde für die Menschen ge-betet, „die nicht so schön zusammensitzen können wie wir“ und Fürbitten besonders dem Nachwuchs der Wehr gestellt. Schmunzelnd stellte der Diakon fest, dass der heutige Kirchensonntag „Singet dem Herrn“ lautet und dies bei den beiden Musikeinheiten der Wehr wohl gar nicht so gut klappt wie die musikalische Umrahmung, die die Feuerwehrkapelle an diesem Tag übernommen hatte. „Warum braucht die Feuerwehr Musik“ fragte Diakon Stadtfeld in die Runde der Gäste und löste damit leichtes Unbehagen aus. Glücklicherweise gab der Kirchenmann die Antwort selbst: „Der Mensch braucht Musik, wenn es schwer wird.“ Damit war dann auch gleich der Bezug zur häufig schweren Aufgabe der Feuerwehr hergestellt und zum heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr und seinem Ehrentag am 4. Mai, der den Feuerwehranghörigen die Bezeichnung Floriansjünger eingebracht hat. Oberbürgermeister Treis erinnerte in seinen Grußworten zum heutigen Tag daran, dass bereits 109 Einsätze in diesem Jahr gemeistert werden mussten, darunter auch sehr belastende, wie der LKW-Unfall Ende März, bei dem der Fahrer ums Leben kam oder die Gefahrstoffeinsätze bei der Firma Weig gemeinsam mit Kollegen aus Andernach und Bendorf. Bei diesem ehrenamtlichen Einsatz und Engagement unterstützt die Verwaltung trotz angespannter Haushaltslage nach Kräften. So wird es auch in diesem Jahr einige Neufahrzeuge geben und eine Heißausbildung im Brandcontainer für alle Atemschutzträger. Der Oberbürgermeister war sich sicher, dass "wir in Mayen eine gut ausgebildete, qualifizierte, engagierte und auch vernünftig ausgestattete Feuerwehr haben. Das können und dürfen beim heutigen Tag der offenen Tür auch alle sehen.“ Großes Gelächter erntete der Stadtchef, als während seiner Rede die Bordküche für die Erb-sensuppe von einem Fahrzeug der Feuerwehr mit der Aufschrift „Chemie- und Strahlenschutz“ auf den Hof fuhr und Herr Treis einflocht, dass das hoffentlich nichts mit der Suppe zu tun habe. Wehrleiter Faber nutzte die feierliche Zusammenkunft vieler Wehrangehöriger auch dazu, die Eröffnung des Sommerhalbjahres zu verkünden und den dazu vorbereiteten umfangreichen Unterrichts- und Übungsplan vorzustellen, der zudem mit vielen weiteren Terminen gespickt ist. Zuvor gratulierte der Feuerwehrchef jedoch dem Kameraden Fritz Luxem, der an diesem Tag Geburtstag hatte. An der obligatorischen Führung des Wehrleiters nahmen auch die Beigeordnete und Landtagskandidatin Martina Luig-Kaspari und der Kreisbeigeordnete Rolf Schäfer teil. Oberbürgermeister Treis stellte erfreut, bei dem in der ganzen Maifeldstraße wie an einer Perlenschnur aufgereihten Fuhrpark, einen sehr guten Zustand der Gerätschaften fest und dankt dafür ausdrücklich den Gerätewarten. Zu einer deftigen Portion Erbsensuppe und dem ein oder anderen Bier startete dann ein zünftiger Frühschoppen, der am Feuerwehrhaus von der Feuerwehrkapelle begleitet wurde. Dazu gesellten sich auch immer wieder Gäste, die eingangs der Veranstaltung von der Polcher Straße her durch die schmucke Feuerwehrleiter aus dem Jahr 1954 angelockt worden waren. Zum Wettergott hat der Schutzpatron Florian scheinbar nicht das allerbeste Verhältnis. Nachmittags gingen über dem Stadtgebiet einige unschöne Regenschauer nieder, die dem Tag der offenen Türen nicht ganz den erhofften Erfolg durch die Öffentlichkeit bescherten.

(Quelle und Fotos: Blick aktuell - Mayen / Vordereifel Nr. 19/2015)

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