• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Wenn die Feuerwehr ihre Abschlussübung durchgeführt hat, kommt noch der Lukasmarkt, dann ist auch schon Weihnachten und das Jahr zuende- so oder so ähnlich besagt es der Mayener Kalender.

Abschlussübung bedeutet dabei aber nicht, dass die Kameraden nun bis zum kommenden Frühjahr vollkommen aufhören zu üben. Mit diesem letzten von vielen Jahrespraktika enden lediglich die Außenübungen für das Winterhalbjahr. Am vergangenen Wochenende fand das groß angelegte Manöver der Mayener Wehr gemeinsam mit den Löschzügen aus Hausen, Kürrenberg und Nitztal an der Polcher Straße auf dem Gelände der Caritaswerkstätten St. Johannes statt. Haustechniker Marcel Hillen hatte zur Vorbereitung der Aufgabe rechtzeitig Räume verraucht und Puppen versteckt. An der Übung waren mehr als 60 Feuerwehrkräfte mit diversen Fahrzeugen im Einsatz und auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Fiktiv wurde bei diesem alle Kräfte bindenden Großbrand auch die Feuerwehr Ettringen alarmiert, um sofort für weitere mögliche Problemfälle in der Stadt bereitzustehen. Traditionell nutzen neben zahlreichen Angehörigen und Zuschauern auch die Stadtspitze, die Stadtratsfraktionen sowie die Ortsvorsteher und Beiräte der Stadtteile diese Übung, um durch ihre Anwesenheit die Verbundenheit und den hohen Stellenwert der Feuerwehr deutlich zu machen. Das Szenario der Übung wurde von den beiden stellvertretenden Wehrleitern Thomas Velten und Ulrich Walsdorf ausgearbeitet:

Bei einem Papiercontainer wird eine Person von einem Gabelstapler eingeklemmt und schwer verletzt. Helfende Maschinenführer verlassen eilig ihren Arbeitsplatz und es kommt zu einem Kurzschluss, der eine Verpuffung auslöst. Es entzündet sich das Holzmaterial in der Werkstatt, das Feuer kann sich schnell ausbreiten und greift auf das Außenlager über. An einem anderen Ort kommt es zu einem Entstehungsbrand und durch dessen rasche Ausbreitung werden mehrere Mitarbeiter von Flammen und Rauch eingeschlossen. Um 15.45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und die Brandschutzvorrichtungen der Caritas griffen. Die Zufahrtsschranken öffneten sich automatisch und alle Jalousien fuhren automatisch zurück, um der Feuerwehr nötigenfalls den Gebäudezugang über die Fester möglich zu machen.

Die bei der Übung angestrebten Ziele waren vielfältig. Erneut sollte beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem DRK geprobt werden sowie der Aufbau einer Einsatzleitung.

Die Kameraden sollten Ortskenntnisse der Firma vor Ort erwerben und die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke sicherstellen. Knapp eine Stunde wuselten die Feuerwehrkameraden und die DRK-Rettungskräfte, nur für Fachunkundige scheinbar unkoordiniert, auf dem Gelände und in den Hallen der Caritaswerkstätten. Für die nicht so eingeweihten Zuschauer kommentierte der stellvertretende Wehrleiter Ulrich Walsdorf laufend das Geschehen über Megafon, bevor Wehrleiter Andreas Faber das Ende erklärte. „Für mich ist die Übung gut gelaufen“, so Oberbürgermeister Treis direkt im Anschluss, „und ich konnte mich erneut von der Einsatzfähigkeit und der hohen Motivation unserer Feuerwehr überzeugen.“ „Das war schon beeindruckend“ sah es auch Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner positiv. Nach dem großen Aufräumen, Putzen und der Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit ihrer Fahrzeuge versammelten sich die Feuerwehrkameraden, die Kräfte des DRK, die Räte sowie die Kameraden der Altersabteilung in der Mayener Feuerwehrzentrale, in der schon Getränke und ein Imbiss warteten. Oberbürgermeister Treis, der kraft seines Amtes Chef der Feuerwehr ist, dankte „seinen“ verlässlichen Helfern in einer kleinen Ansprache, bevor der

Abend zu seinem gemütlichen Teil überging.

 

(Quelle: Blick-Aktuell, Ausgabe Mayen, 29.09.2015)

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