• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Wenn sich das Jahr langsam dem Ende zuneigt, enden für die Freiwillige Feuerwehr nur die Außenübungen mit einer groß angelegten Abschlussübung, an der sich neben der Kernstadtwehr auch die Löschzüge aus Hausen, Kürrenberg und Nitztal beteiligen sowie die Jugendfeuerwehr.

Schon vor seiner offiziellen Ernennung am Abend hatte er viel zu tun. Zusammen mit „seiner“ Jugendfeuerwehr erklärte er am „Tag der Jugend“ den Gästen auf dem Marktplatz, wie ein Feuerlöscher funktioniert, beantwortete er zwei Gruppen der Lebenshilfe und vielen Kindern aus der Stadt zahlreiche Fragen zur Feuerwehr und ließ er den Nachwuchs probeweise im Löschfahrzeug LF 16 Platz nehmen. Der erste „Arbeitstag“ hatte es für Andreas Haupt, den neuen Jugendfeuerwehrwart der Mayener Feuerwehr, wahrlich in sich. Der 31-Jährige aus Mayen trat die Nachfolge von Stefan Stein an, der sich aus familiären Gründen etwas zurückziehen möchte.

Nach Günther Scheuls (1. Januar 1986 bis 4. Februar 1995), Jürgen Stolz (4. Februar 1995 bis 25. Januar 2003), Philipp Dillmann (25. Januar 2003 bis 31. Juli 2005) und Stefan Stein (4. Februar 2006 bis 7. September 2016) ist Haupt nun der fünfte Jugendfeuerwehrwart in der Feuerwehr Mayen. Ihm assistieren Stephan Ackermann und Marcel Reuter (beide als stellvertretender Jugendwart), die ebenfalls offiziell ernannt wurden, sowie Sven Reizner als Helfer. 18 Kinder und Jugendliche (15 Jungen und drei Mädchen) im Alter von zehn bis 16 Jahren sind zu betreuen. „Das ist schon eine Hausnummer“, gibt Haupt zu. „Wir sind aber breit aufgestellt. Für jeweils sechs Kinder sollte ein Betreuer zur Verfügung stehen. Das ist so gewährleistet.“

Alle zwei Wochen trifft sich der Nachwuchs mittwochs von 17.30 bis 20 Uhr. Im Sommer stehen in erster Linie Ausfahrten mit dem Löschfahrzeug auf dem Programm, anschließend wird der kindgerechte Aufbau eines Löschangriffs geübt. „Natürlich darf neben der  feuerwehrtechnischen Ausbildung auch die allgemeine Jugendarbeit nicht zu kurz kommen. Dazu gehören neben gemeinsamem Grillen auch Schwimmbadbesuche oder Fahrradtouren. Gemeinsames Basteln oder Werken fehlen ebenso wenig wie Workshops zu aktuellen Themen“, verdeutlicht Haupt. „Wir wollen die spielerische Komponente in den Vordergrund rücken und Spaß bei der Sache haben“, fügt Michael Groß, der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart, hinzu. Im Alter von zehn, 13 oder 15 Jahren kann der Nachwuchs dann die „Jugendflamme“ erwerben, ab 15 Jahren die sogenannte „Leistungsspange“, die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr.

Am Abend im Festzelt wurden Stefan Stein (Jugendfeuerwehrwart), Dirk Wilhelmi (Stellvertreter) und Daniela Stern (Betreuerin, nicht formell bestellt) von der Beigeordneten der Stadt Mayen, Martina Luig-Kaspari, offiziell entbunden. Wolfgang Saur war bereits bei der Jahresdienstbesprechung im Januar 2015 von der Funktion des stellvertretenden Jugendwarts entbunden worden. Kreisjugendfeuerwehrwart Horst Klee zeichnete anschließend Stefan Stein mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Gold, Wolfgang Saur und Dirk Wilhelmi mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Silber und Daniela Stern mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Bronze aus.

Stolz auf den Nachwuchs ist auch der stellvertretende Wehrleiter Uli Walsdorf, der als Moderator durch den Abend führte. „In der Jugendfeuerwehr werden die jungen Menschen an das Ehrenamt herangeführt und später mit dem 16. Lebensjahr in den aktiven Dienst überstellt und verpflichtet. Derzeit verrichten 43 Kameraden im Löschzug Kernstadt ihren Dienst, die aus der eigenen Jugend stammen.“

Walsdorf blickte auch auf die Anfangszeit der Jugendfeuerwehr zurück. Der damaligen Wehrleitung mit Ferd Faber und Heinz Engels galt ebenso sein Dank wie dem stellvertretenden Wehrleiter Rolf Breil und dem gesamten Vorstand, die am 1. Januar 1986 die Jugendfeuerwehr der Kernstadt ins Leben gerufen hatten. Günther Scheuls habe mit dem Aufbau der Jugendabteilung endgültig den Grundstein für die Jugendfeuerwehr gelegt. „Zusammen mit den folgenden Jugendwarten Jürgen Stolz, Philipp Dillmann und jetzt Stefan Stein wurde die Feuerwehr zu dem gemacht, was sie heute ist“, so Walsdorf. „Die vielen Helfer will ich dabei auch nicht vergessen. Hier ist stellvertretend Peter Wilhelmi zu nennen, der immer im Hintergrund agiert und organisiert.“

Das größte Lob kam aus berufenem Mund. „Jugendarbeit ist anspruchsvoll und immer wieder herausfordernd“, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell. „Und gerade die Feuerwehr Mayen ist ein Paradebeispiel dafür, dass niemand Scheuklappen auf hat. Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen wie beispielsweise dem Deutschen Roten Kreuz läuft nahezu perfekt. Darauf können alle stolz sein.“

(Quelle: Blick Aktuell, Ausgabe Mayen-Vordereifel vom 13.09.2016)

Die Mayener Jugendfeuerwehr, am 1. Januar 1986 gegründet, feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Grund genug, die Feierlichkeiten mit dem „Tag der Jugend“ im Rahmen der 725-Jahr-Feier der Stadt Mayen im Festzelt auf dem Marktplatz zu kombinieren.

Im Jahr 2015 kam es auf der B 262 zu einem tödlichen Verkehrsunfall unter der Beteiligung von zwei Lastkraftwagen. Aus diesem Anlass hat die Freiwillige Feuerwehr Mayen kürzlich in einem entsprechenden Wochenendseminar rund 40 Kameradinnen und Kameraden durch die Firma Weber Rescue entsprechend fortgebildet.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr(en) übernehmen in ihrer Freizeit ehrenamtlich wichtige Aufgaben und begeben sich dabei nicht selten in gefährliche Situationen, um Schaden von Anderen abzuwenden.

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