Am 27. Juli 1887 beantragte der Tambourmajor vor dem Vorstand der Wehr die Anschaffung eines neuen Tambourstabes, der auch bewilligt wurde. Am 15. Mai 1889 hat der Vorstand beschlossen, den Trommlern ein Fass Bier zu stellen. Es sind leider nur wenige Auszüge aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr erhalten geblieben. Aus diesem Grund stützt sich die Chronik des Spielmannszuges überwiegend auf mündliche Überlieferungen. Nach den oben angedeuteten Anfängen entstand das Trommlercorps im Jahre 1890 endgültig. Der Begründer des Trommlercorps und der Leiter bis zum 1. Weltkrieg war der Bäckermeister Otto Beil. Danach folgte ihm bis zum Jahr 1924 als Tambourführer Matthias Geisbüsch. Er wurde abgelöst von Konrad Weber. Dieser stand dem Spielmannszug bis zum Jahr 1935 vor. Zwischendurch war er für vier Jahre von Josef Brachtendorf vertreten worden. Es folgte als Leiter bis zum Jahre 1937 Peter Gondorf. Der damalige Ehrentambourmajor Josef Busch führte das Korps bis zum Kriegsbeginn. Während der bedauerlichen Kriegsjahre ruhte die Arbeit im Spielmannszug. Nach dem Kriege führte Josef Busch den Spielmannszug weiter. Im Jahre 1953 Übernahm dann Anton Stolzenberg die Leitung des Spielmannszuges. Ihm folgte dann 1975 Peter Reuter. Anfang der 60er Jahre hatte der Spielmannszug eine Krise zu überwinden. In der jüngeren Bevölkerung schien kein Interesse an solchen traditionellen Dingen mehr vorhanden zu sein, was dem zunehmenden Wohlstand zugeschrieben wurde. Es ist seinerzeit sogar die Auflösung des Spielmannszuges angedacht worden. Eine große Anzahl Jugendlicher die dann beitraten brachten neue Ideen und sicherten den Fortbestand, der Spielmannszug lebte wieder auf. 1968 wurden die alten Instrumente von 1890 durch neue ersetzt. Abschließend ist festzustellen, dass der Spielmannszug einen Namen hat und bei den Veranstaltungen in Mayen und den auswärtigen Vereinen gerne gesehen ist. Der Spielmannszug besteht derzeit aus Spielleuten unterschiedlicher Altersstufen. Das, was die jungen Kameraden an Tatendrang einsetzen, wird auf der anderen Seite durch die Älteren Kameraden an Beständigkeit ergänzt. Der Blick der jungen Spielleute hängt bei den Proben oft an den Lippen der Älteren Kameraden, die Geschichten aus der guten alten Zeit auspacken. Dem Spielmannzug gehören 21 Musiker und Musikerinnen an.